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Wenn KI Brücken baut: Sechs spannende Projekte für mehr Inklusion

Künstliche Intelligenz (KI) verändert, wie wir arbeiten, kommunizieren und uns im Alltag bewegen. Doch was bedeutet das für Menschen mit Behinderungen und welches Potenzial hat KI beim Abbau von Barrieren in den verschiedenen Lebensbereichen?

Ob beim Navigieren im Alltag, bei der Kommunikation oder im Beruf – alle hier vorgestellten Projekte verfolgen ein gemeinsames Ziel: Menschen mit Behinderungen mehr Selbstbestimmung durch KI zu ermöglichen. Dabei setzen sie auf unterschiedliche Technologien, aber teilen dieselbe Haltung: Inklusion gelingt dann, wenn technische Innovation mit sozialer Verantwortung zusammengedacht wird. 

Im Folgenden stellen wir sechs aktuelle Projekte vor, die zeigen, wie KI auf ganz unterschiedliche Weise zur Inklusion beitragen kann – in Alltag, Beruf und digitaler Welt:

BIGEKO – Barrierefreie Kommunikation mit Gebärdensprache 

Die Forschenden des Projekts BIGEKO (Bidirektionale Gebärdensprachen Kommunikation) entwickelten ein KI-gestütztes System, das es hörenden und gehörlosen Menschen ermöglicht, barrierefrei miteinander zu kommunizieren. Gebärden werden mittels Kamerasystem erkannt, automatisch in gesprochene Sprache übersetzt und umgekehrt akustische Antworten visuell dargestellt. Erforscht wird die Gebärdenerkennung, -übersetzung und -animation anhand einer simulierten Notrufsituation. BIGEKO hilft entsprechend, Vertrauen und Sicherheit zu stärken und die Lebensqualität gehörloser Menschen zu steigern: https://www.interaktive-technologien.de/projekte/bigeko  

LeichtOnline – Barrierefreie Webangebote für Menschen mit Lernbehinderungen 

Das Projekt LeichtOnline richtet den Fokus auf digitale Barrieren, die Menschen mit Lern- oder geistigen Behinderungen im Internet begegnen. Mithilfe von Usability-Tests wird analysiert, wie Internetseiten und Apps gestaltet sein müssen, damit sie für die Betroffenen ohne Barrieren zugänglich sind. In enger Zusammenarbeit mit Menschen mit Lern- oder geistigen Behinderungen werden im Projekt entsprechend konkrete Empfehlungen für mehr digitale Barrierefreiheit entwickelt: https://lo.lhhh.de/  

iSee – Technologische Brille für mehr Autonomie im Alltag 

Das iSee-Projekt ist eine soziale Initiative, die sich das Ziel gesetzt hat, innovative Lösungen für die täglichen Bedürfnisse blinder Menschen zu entwickeln. Im Zentrum steht eine smarte Brille, die mit Sensorik und Audioausgabe ausgestattet ist. Sie erfasst Umgebungsinformationen und gibt diese in akustischer Form an die Nutzenden weiter. So soll die Selbstständigkeit von Menschen mit Sehbehinderungen gefördert und alltägliche Wege sicherer und zugänglicher gemacht werden. Die Entwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit blinden Menschen, um die Funktionen praxisnah und bedarfsgerecht zu gestalten: https://isee-one.com/de/das-isee-projekt/  

EmKIPro2 – KI-gestützte Beinprothese mit sensorischem Feedback 

Im Projekt EmKIPro2 entwickeln die Hochschulen Kaiserslautern eine intelligente Beinprothese, die mithilfe von KI-Bewegungsdaten und Bodenkontakt analysiert und in Form elektrischer Impulse an die Haut der Nutzenden überträgt. Grundlage ist die Verformung eines flexiblen Kohlefaserfußes, deren Muster von der KI ausgewertet werden. Ziel ist es, ein realitätsnahes, sensorisches Feedback zu erzeugen, welches dabei hilft, die Prothese besser zu spüren und zu kontrollieren. So soll die Prothese nicht nur funktional, sondern auch als Teil des Körpers erfahrbar werden: https://www.carl-zeiss-stiftung.de/uebersicht-projekte/detail/embodiment-durch-ki-gestuetzte-propriozeption-in-prothesen-emkipro2  

AI4coping – Digitale Unterstützung bei psychischer Belastung 

Im Projekt AI4Coping entwickelt ein Forschungsteam der Hochschule Coburg ein KI-gestütztes System, das Menschen helfen soll, Stress frühzeitig zu erkennen und besser zu bewältigen. Mithilfe von Sprach- und Textanalysen will das System emotionale Zustände erfassen und individuell passende Empfehlungen zur Stressreduktion geben. Ziel ist eine digitale Assistenz, die präventiv wirkt und in belastenden Situationen Orientierung bietet – etwa über Chatfunktionen oder personalisierte Hinweise. Das Projekt ist Teil der Forschung des „Analytics4Health“-Promotionszentrums: https://www.hs-coburg.de/news/coburger-forschungsprojekt-ai4coping-mit-hilfe-von-ki-stress-besser-bewaeltigen/  

AutArk – Unterstützung von Menschen im Autismus-Spektrum im beruflichen Umfeld 

Das Projekt AutARK der TU Dresden entwickelt digitale Assistenzsysteme, die Menschen im Autismus-Spektrum am Arbeitsplatz unterstützen sollen. Ziel ist es, die Interaktion mit dem Kollegium, die Strukturierung von Arbeitsabläufen und die Wahrnehmung der Arbeitsumgebung besser an individuelle Bedürfnisse anzupassen. Dazu werden Technologien erprobt, die beispielsweise stressauslösende Reize erfassen und melden, nonverbale Kommunikation visuell unterstützen oder bei der Planung von Aufgaben helfen. Grundlage ist eine enge Zusammenarbeit mit betroffenen Personen, die ihre Erfahrungen und Anforderungen aktiv in die Gestaltung einbringen. So sollen langfristig inklusivere Arbeitsumgebungen entstehen, in denen neurodivergente Menschen selbstbestimmt arbeiten können: https://autark.inf.tu-dresden.de/  

Diese sechs Projekte zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig Künstliche Intelligenz zur Inklusion beitragen kann – wenn sie bedarfsorientiert, partizipativ und verantwortungsvoll entwickelt wird. Ob durch sprachliche Unterstützung, bessere Navigation, digitale Entlastung oder barrierefreie Arbeitsumgebungen: KI ist hier kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Teilhabe zu ermöglichen.

* Hinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell durch das Projektteam geprüft.

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